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Selbsttest: Besteht die Gefahr einer Depression?

Ist es Erschöpfung – oder hat sich mehr verändert?

Es gibt Zeiten, in denen man erschöpft, gereizt oder niedergeschlagen ist. Gerade wenn der Schulalltag über längere Zeit viel Kraft kostet, kann das Gefühl entstehen, nur noch zu funktionieren. Man schläft schlechter, grübelt über die Schule, ist dünnhäutiger und muss sich zu Dingen aufraffen, die früher selbstverständlich waren.

Trotzdem gibt es häufig noch Momente, in denen die Belastung in den Hintergrund tritt. Ein Treffen mit Freunden tut gut. Ein Spaziergang, ein Essen, ein Gespräch oder ein schönes Wochenende können Freude machen – auch wenn es zunächst Überwindung kostet, überhaupt etwas zu unternehmen. Man ist erschöpft – aber das Schöne erreicht einen noch.

Bei einer Depression kann sich das Erleben umfassender verändern. Niedergeschlagenheit, innere Leere, Interessenverlust oder fehlender Antrieb beschränken sich dann häufig nicht mehr auf die Schule oder besonders belastende Situationen. Auch Dinge, auf die man sich früher gefreut hat, können an Bedeutung verlieren. Man trifft Freunde und merkt, dass man innerlich kaum dabei ist. Man hat frei und fühlt sich trotzdem nicht wirklich leichter. Selbst wenn etwas Schönes passiert, stellt sich die erwartete Freude vielleicht kaum noch ein.

Die Grenzen zwischen starker Erschöpfung, Burnout und einer Depression sind allerdings nicht immer eindeutig. Länger anhaltende berufliche Überlastung kann mit depressiven Beschwerden einhergehen. Umgekehrt kann sich hinter vermeintlichem Burnout auch eine behandlungsbedürftige Depression verbergen. Ein Selbsttest kann deshalb keine Depression oder andere psychische Erkrankung diagnostizieren.

Wie geht es mir wirklich – nicht nur in der Schule?

Der folgende Selbsttest dient ausschließlich Ihrer persönlichen Orientierung. Er kann Ihnen dabei helfen, Ihre Stimmung und Veränderungen in Ihrem Erleben bewusster wahrzunehmen und Ihre derzeitige Situation kritisch zu betrachten. Er stellt keine medizinische oder psychologische Diagnose dar und ersetzt weder eine ärztliche oder psychotherapeutische Untersuchung noch eine individuelle medizinische Beratung.

Beantworten Sie die Fragen möglichst danach, wie es Ihnen in letzter Zeit tatsächlich gegangen ist – nicht danach, wie Sie gerne funktionieren würden oder was Sie von sich erwarten. Achten Sie dabei nicht nur auf Ihren Schulalltag, sondern auch darauf, wie Sie sich außerhalb der Arbeit erleben.

Wenn solche Veränderungen länger anhalten, stärker werden oder Ihren Alltag zunehmend beeinträchtigen, sollten Sie ärztliche oder psychotherapeutische Hilfe in Anspruch nehmen.

Dieser Test gibt Ihnen eine erste Orientierung. Lesen Sie bitte alle Fragen durch und kreuzen Sie an, wie oft Sie mit „Ja“ antworten. Am Ende finden Sie eine Auswertung.

Bisher mit „Ja“ beantwortet: 0 von 14

Kreuzen Sie an, was auf Sie zutrifft
1. Ich habe kein Interesse mehr an Dingen, die mir früher wichtig waren (Hobbys und anderes).
2. Ich bin niedergeschlagen, traurig und kann keine positiven Gefühle empfinden.
3. Glücklich gefühlt habe ich mich schon lange nicht mehr.
4. Ich habe im Gegensatz zu früher Schlafstörungen (Einschlafstörung, Durchschlafstörung, Früherwachen).
5. Ich habe keinen Antrieb mehr und kann mich nur noch schlecht zu einfachen Dingen aufraffen.
6. Es fällt mir schwerer, mich zu konzentrieren bzw. mir Dinge zu merken.
7. Mein Selbstbewusstsein lässt nach, ich fühle mich überflüssig bis hin zu minderwertig.
8. Ich grüble sehr viel nach und kann diese Gedanken nicht zur Seite schieben.
9. Ich habe Schuldgefühle und kritisiere mich selbst sehr stark.
10. Ich bin verzweifelt und fühle mich innerlich leer.
11. Ich habe keinen Appetit mehr. Essen ist für mich nur noch eine Zweckhandlung ohne Genuss.
12. Ich sehe im Gegensatz zu früher schwarz in die Zukunft bzw. habe das Gefühl, dass mein Leben nicht mehr besser wird.
13. Ich habe kein sexuelles Interesse mehr.
14. Ich mache mir Gedanken über meinen Tod.

Bitte beantworten Sie zunächst alle Fragen mit Ja oder Nein, bevor Sie Ihr Ergebnis anzeigen lassen.

Wichtiger Hinweis

Unser Schnelltest ersetzt keine ärztliche Diagnose und stellt keine medizinische Beratung dar. Sollten Sie mehrere Punkte angekreuzt haben, sollten Sie auf alle Fälle zur Diagnosestellung und zur Besprechung der Behandlungsmöglichkeiten Ihren Hausarzt oder direkt einen Facharzt für Psychiatrie aufsuchen.

Wenn es Ihnen sehr schlecht geht

Sie müssen damit nicht allein bleiben. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr, kostenlos und anonym erreichbar.

0800 111 0 111|0800 111 0 222

Auch per Chat oder E-Mail: www.telefonseelsorge.de

Wenn akute Lebensgefahr besteht, wählen Sie bitte die 112.

Sprechen Sie mit uns

Der Selbsttest gibt eine erste Orientierung. Was Ihre Antworten für Ihre persönliche Situation und für Ihre Dienstfähigkeit bedeuten, klären wir am liebsten in einem persönlichen Gespräch.

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