{"id":539,"date":"2015-08-25T14:10:08","date_gmt":"2015-08-25T14:10:08","guid":{"rendered":"http:\/\/lehrer-fruehrente.de\/?page_id=539"},"modified":"2015-08-25T14:10:08","modified_gmt":"2015-08-25T14:10:08","slug":"depressionburnout-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/lehrer-fruehrente.de\/?page_id=539","title":{"rendered":"Depression und Burnout"},"content":{"rendered":"<div class=\"art-content-layout\">\n<div class=\"art-content-layout-row\">\n<div class=\"art-layout-cell layout-item-0\" style=\"width: 100%\" >\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana; color: rgb(29, 92, 140);\">Das inzwischen weitgehend bekannte \u201eBurnout-Syndrom&#8220; (ersch\u00f6pft und ausgebrannt) ist eigentlich eine tolle Sache, auch wenn es im sp\u00e4teren Stadium oft fatal in einer Ersch\u00f6pfungsdepression endet. Es macht es dem Betroffenen leichter, \u00fcber seine Erkrankung zu sprechen, da der Begriff nicht so negativ besetzt ist wie \u201eDepression\u201c (psychisch krank, stigmatisiert). Der \u201eAusgebrannte\u201c hat f\u00fcr seinen Job \u201egebrannt\u201c hat Leistung gebracht. Nur halt viel zu viel. Er die Signale, die sein K\u00f6rper ihm als Warnung sandte, (oft Schlafst\u00f6rungen, Reizbarkeit, Abgespanntheit, manchmal auch k\u00f6rperliche Symptome wie Tinnitus, Verdauungsbeschwerden)&nbsp; ignoriert. Im klassischen Fall hat er diese Symptome, die ja eine Bitte seines K\u00f6rpers waren, \u201edas Tempo\u201c zu reduzieren, gar nicht wahrgenommen und pflichtschuldigst versucht, die nachlassende Leistungsf\u00e4higkeit durch mehr Anstrengung zu kompensieren und dadurch die \u201eBurnout-Spirale\u201c erst recht angetrieben.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana; color: rgb(29, 92, 140);\">Viele Betroffene gelten in der Tat als aktiv, dynamisch, ideenreich und engagiert. Von der Klassenfahrt bin zur Schulveranstaltung \u2013 immer dabei! Nach und nach wird das (\u00dcber-) Engagement durch eine sich langsam, aber unerbittlich ausbreitende Ersch\u00f6pfungsphase gleichsam ausgebremst: Burnout-Betroffene sind emotional und auch k\u00f6rperlich oft v\u00f6llig ersch\u00f6pft und k\u00f6nnen an ihre bisherige Leistungsf\u00e4higkeit nicht mehr ankn\u00fcpfen. Die \u201eAkkus\u201c sind leer, sie haben die F\u00e4higkeit, innerhalb der vorgesehenen Zeitr\u00e4ume (Freizeit, Nacht, Wochenende, Ferien) Leistung wieder aufzunehmen, verloren.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana; color: rgb(29, 92, 140);\">Sicher ist bei P\u00e4dagogen ein Ausl\u00f6ser f\u00fcr Burnout, dass sich die Vorstellung vom Lehrerberuf oft stark vom schulischen Alltag unterscheidet. Die Realit\u00e4t an vielen deutschen Schulen kennen Sie selbst: Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen, die sich nicht wirklich f\u00fcr den Unterricht begeistern lassen und von &#8222;wichtigen&#8220; Dingen wie der Dauerbenutzung des Handys abgelenkt sind. Anerkennung \u2013 Fehlanzeige! Kommen dann noch Kritik von Eltern, Kollegen und Kolleginnen oder der Schulleitung hinzu, dann ist der Weg f\u00fcr das Burnout bereitet.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana; color: rgb(29, 92, 140);\">Die ersten Symptome schleichen sich ein. Man hat wieder einmal \u201eschlecht geschlafen\u201c f\u00fchlt sich immer h\u00e4ufiger gereizt, m\u00fcde, abgeschlagen und \u00fcberfordert. Oft werden diese unangenehmen Gef\u00fchle noch von einer inneren Anspannung begleitet. Menschen aus dem direkten Umfeld wundern &nbsp; &nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp; &nbsp;sich \u00fcber die Ver\u00e4nderungen und kommentieren dies oft mit: &#8222;was ist nur los mit Dir, komm mal runter, mach mal Urlaub&#8220;. Von den Fasnachtsferien qu\u00e4lt man sich \u00fcber die Osterferien zu den Sommerferien, denn dann kann man ja endlich ausspannen, doch auch die waren zu kurz!<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana; color: rgb(29, 92, 140);\">Ein weiteres Indiz f\u00fcr ein beginnendes Burnout kann auch eine zunehmende Infektanf\u00e4lligkeit sein. Die Betroffenen werden m\u00fcde, z. B. im Sinne einer eigenartigen, alles durchdringenden Mattigkeit,&nbsp; in Fachkreisen auch als Tagesm\u00fcdigkeit oder chronische M\u00fcdigkeit bezeichnet. Am Schluss drohen sogar rasche Ersch\u00f6pfbarkeit und schlie\u00dflich regelrechte Kraft- und Antriebslosigkeit. Dazu kommt ein sonderbares Ph\u00e4nomen, n\u00e4mlich \u201em\u00fcde, matt und abgeschlagen\u201c nach au\u00dfen, innerlich aber unruhig, nerv\u00f6s und gespannt, mitunter sogar reizbar und gelegentlich aggressiv.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana; color: rgb(29, 92, 140);\">Nat\u00fcrlich reagiert jeder Ausgebrannte anders, aber immer wieder zu h\u00f6ren sind folgende Charakteristika: Desillusionierung, das Gef\u00fchl von Widerwillen, \u00c4rger, Versagen, Entmutigung, Gleichg\u00fcltigkeit, Schuldgef\u00fchle, negative Einstellung mit wachsendem Widerstand, t\u00e4glich zur Arbeit zu gehen, st\u00e4ndiges \u201eauf-die-Uhr-Sehen\u201c in der Schule, Fluchtphantasien und Tagtr\u00e4ume, \u00dcberziehen von Pausen, versp\u00e4teter Arbeitsbeginn, wachsende Fehlzeiten, Verlust von positiven Gef\u00fchlen gegen\u00fcber Kollegen und Sch\u00fclern. Es kommt zu einem inneren Widerstand gegen Anrufe und auch gegen das Auseinandersetzen mit Kollegen, Sch\u00fclern und Eltern. Das Ganze m\u00fcndet schlie\u00dflich in einen Endzustand, der sich in Resignation, Entmutigung, verringerte Frustrationstoleranz, leichte Kr\u00e4nkbarkeit, Niedergeschlagenheit zeigt.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana; color: rgb(29, 92, 140);\">Und hier liegt ein wesentlicher Unterschied zur Depression! Die Freizeit kann durchaus noch positiv wahrgenommen werden. Spa\u00df haben, Hobbys ausleben, Freunde treffen funktioniert im Wesentlichen noch, selbst wenn diese Dinge aus Gr\u00fcnden der \u201eRessourcenschonung\u201c oft reduziert werden. Es sind somit im Gegensatz zu einer Depression&nbsp;<b>noch<\/b>&nbsp;nicht alle Lebensbereiche betroffen.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana; color: rgb(29, 92, 140);\">Auch ist der Depressive \u00fcber den Punkt der Reizbarkeit meist bereits hinweg \u2013 er wird gleichg\u00fcltig, innerlich leer, aus farbig wird grau und kann seine negativen Gef\u00fchle nicht mehr ausagieren, nicht mehr kompensieren. Ein weiterer Unterschied findet sich darin, dass Depressive sich f\u00fcr Ihren Zustand oft schuldig f\u00fchlen, von einem anhaltenden Stimmungstief gequ\u00e4lt sind und unter Umst\u00e4nden sogar mit Selbstmordgedanken spielen. Die Schlafst\u00f6rungen sind dramatisch, die Stimmungslage vor allem morgens unertr\u00e4glich verzweifelt, der Antrieb fehlt.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana; color: rgb(29, 92, 140);\">Fazit: Die meisten Fachleute sehen im Burnout-Syndrom eine Vorstufe einer Depression, bei &#8211; besonders im Endstadium &#8211; oft \u00e4hnlicher oder gleicher Symptomatik. Das (leichtere) Burnout-Syndrom geht bei einer l\u00e4ngeren Auszeit (z.B. Sabbatjahr, Sabbatical) oft vollst\u00e4ndig zur\u00fcck, die Betroffenen sind f\u00fcr einen gewissen Zeitraum wieder leistungsf\u00e4hig, die Empfindungen wieder \u201egesund\u201c. Beim Depressiven muss die Ursache gekl\u00e4rt werden, man kann nicht automatisch davon ausgehen, dass die \u00dcberlastungssituation auch die Ursache ist, auch wenn dies bei einer vorangegangenen Burnout-Phase sehr wahrscheinlich ist. Die Depression muss behandelt werden, der Kranke aus dem Job raus. Zu gro\u00df ist die Gefahr, dass er durch Chronifizierung der Krankheit \u201esein Leben verliert\u201c, auch ohne dabei zu sterben.<\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana;\"><span style=\"color: rgb(97, 154, 40);\">Wann ist der richtige Zeitpunkt die \u201eRei\u00dfleine\u201c zu ziehen?<br \/>Sprechen Sie mit uns! 07751-5446 oder peter@zickenrott.de<\/span><\/b><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana; color: #1D5C8C;\"><br \/><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><span style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana; color: #1D5C8C;\"><b><\/b><\/span><\/p>\n<p class=\"MsoNormal\"><b style=\"font-size: 14px; font-family: Verdana;\"><span style=\"color: #619A28;\"><\/span><\/b><\/p>\n<p><\/p>\n<\/p><\/div>\n<\/p><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das inzwischen weitgehend bekannte \u201eBurnout-Syndrom&#8220; (ersch\u00f6pft und ausgebrannt) ist eigentlich eine tolle Sache, auch wenn es im sp\u00e4teren Stadium oft fatal in einer Ersch\u00f6pfungsdepression endet. 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